Schiedsrichter: Bernd und Reiner Methe (IHF Kader)
Zuschauer: 2388
Saionaus für Alvanos nach brutalem Foul von Glandorf
Felixson mit Muskelfaserriss ohne Fremdeinwirkung
Der TuS hat den Sieg gegen den TBV Lemgo mehr als teuer bezahlen müssen. Mit den beiden Linkshändern Alexandros Alvanos und Heidmar Felixson müssen die Rothemden zwei Schwerverletzte beklagen. Ganz schlimm hat es Alvanos erwischt. Der griechische Nationalspieler wurde in der 44. Spielminute bei einem Torwurf von Lemgos Holger Glandorf attackiert und blieb verletzt im Torkreis liegen. Alvanos wurde direkt ins Lübbecker Krankenhaus gebracht und genauer untersucht.
Dort wurde eine schwere Gelenkluxation in der Wurfschulter diagnostiziert. "Bei Alex ist das Gelenk ausgekugelt und die Bänder sind auch beschädigt", so die niederschmetternde Diagnose von Teammanager Zlatko Feric. "Wir werden morgen Vormittag entscheiden, wann und wo Alex operiert wird", ergänzt der Kroate. Eines ist jedenfalls schon jetzt klar - diese Saison ist für den Linkshänder definitiv gelaufen. "Das ist natürlich eine Katastrophe für uns", so ein niedergeschlagener Cheftrainer Patrik Liljestrand.
Mit Heidmar Felixson hat sich zu allem Unglück ein weiterer Linkshänder schwer verletzt - allerdings ohne Fremdeinwirkung. Der Isländer brach nach einem Antritt in der Anfangsphase der Begegnung mit schmerzverzerrtem Gesicht zusammen. "Heidmar hat sich einen großen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen. Ich denke, er wird mindestens 5-6 Wochen ausfallen, ich gebe aber die Hoffnung nicht auf, dass er vielleicht beim Final Four wieder dabei ist", so Patrik Liljestrand.
Somit hat der TuS Nettelstedt-Lübbecke aktuell drei Langzeitverletzte zu beklagen. TuS-Coach Liljestrand steht in den kommenden Wochen vor der schweren Aufgabe, trotz der angespannten Personalsituation eine schlagkräftige Mannschaft zu formen.
Update 10.03.2010 zur Verletzung von Alvanos:
Die Verletzung von Alexandros Alvanos aus dem gestrigen Spiel gegen den TBV Lemgo hat sich als eine Schultereckgelenkssprengung mit einer Verletzung des stabilisierenden Bandapparates herauskristallisiert. Das ergab die heutige medizinische Untersuchung bei TuS-Mannschaftsarzt Dr. med. Michael Dickob in Bielefeld.
In den kommenden Tagen wird sich der griechische Nationalspieler des TuS Nettelstedt-Lübbecke aber noch bei einem Schulterspezialisten vorstellen, um die endgültige Behandlungsweise festzulegen. "Wir gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass Alexis operiert werden muss", erklärte Teammanager Zlatko Feric, der Alvanos am heutigen Mittwoch begleitete.
Der Linkshänder erlitt die schwere Verletzung in der Begegnung gegen den TBV Lemgo. Bei einem Wurfversuch wurde der Grieche von Holger Glandorf regelwidrig behindert und fiel dabei sehr unglücklich auf die Schulter. Alvanos konnte nicht mehr weiterspielen und wurde sofort in das Lübbecker Krankenhaus zu einer ersten Diagnose gebracht. Die Schwere der Schultereckgelenkssprengung wurde heute als "Tossy III" diagnostiziert, dass bedeutet, eine Zerreißung des Kapselbandapparates mit Verschiebung des Schlüsselbeinendes zum Schulterdach um mehr als eine Schaftbreite des Schlüsselbeines.
Der TuS Nettelstedt-Lübbecke geht derzeit davon aus, dass Alvanos in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird.